Fast jeder Haushalt hat eine eigene Waschmaschine. Sie sorgt dafür, dass die Wäsche sauber und die Bettwäsche frisch ist und die Textilien hygienisch sind – und das jede Woche. Aber was machst du, wenn die frisch gewaschene Kleidung plötzlich muffig riecht oder dunkle Flecken hat? Meistens liegt die Ursache nicht am Waschmittel, sondern an der Waschmaschine selbst.
Moderne Waschmaschinen waschen heute extrem energiesparend bei niedrigen Temperaturen. Das ist zwar gut für die Umwelt und den Geldbeutel, aber es schafft auch ein ideales Klima für Bakterien, Pilze und Biofilm im Inneren der Maschine. In dieser ausführlichen Anleitung zeigen wir dir, wie du deine Waschmaschine Schritt für Schritt gründlich reinigen, hartnäckigen Kalk entfernen und unangenehmen Gerüchen nachhaltig vorbeugen kannst.
Warum die regelmäßige Reinigung der Waschmaschine so wichtig ist
Viele Menschen denken, dass eine Waschmaschine beim Waschen durch das Wasser und das Waschmittel von selbst sauber wird. Das ist aber ein Trugschluss.
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Wenn du bei 20, 30 oder 40 Grad waschst, werden Keime und Bakterien nicht vollständig abgetötet.
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Wenn du zu viel Flüssigwaschmittel oder Weichspüler benutzt, können sich die Reste in den Schläuchen, der Trommel und dem Einspülkasten absetzen.
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Und hier geht’s um Kalkablagerungen: Wenn das Leitungswasser hart ist, bilden sich Kalkschichten auf den Heizstäben. Das führt dazu, dass der Stromverbrauch steigt und die Bauteile schneller kaputtgehen.
Wenn du deine Kleidung regelmäßig pflegst, schützt du sie, musst sie nicht reparieren lassen und sparst Energie.
1. Reinigen Sie die Waschmittelschublade (Einspülkasten)
In der Schublade können sich durch Feuchtigkeit und Waschpulverreste schnell dunkle Schimmelpilze und Biofilm bilden.
So läuft’s Schritt für Schritt:
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Nimm die Schublade einfach komplett raus. Bei den meisten Modellen drückst du dazu einfach auf die kleine Plastiklasche im Weichspülerfach.
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Weich das Einspülfach in warmem Wasser mit etwas Spülmittel oder Essigreiniger ein.
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Nimm einfach eine alte Zahnbürste oder eine kleine Flaschenbürste und schrub damit die verkrusteten Reste aus den engen Ecken und Spülkammern raus.
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Reinigen Sie auch den Schacht in der Waschmaschine, aus dem die Schublade entnommen wurde. Da bildet sich oft Schimmel an den Wasserdüsen.
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Spülen Sie die Schublade gründlich mit klarem Wasser ab und lassen Sie sie dann vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder benutzen.
2. Säubere das Flusensieb und die Laugenpumpe
Das Flusensieb fängt Fremdkörper wie Münzen, Knöpfe, Haare und Textilfasern auf, bevor diese in die Abwasserpumpe gelangen. Wenn das Sieb verstopft, kann das Wasser nicht mehr richtig abgepumpt werden. Das führt dann zu übelriechendem Standwasser.
So machst du die Reinigung gefahrlos:
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Mach die kleine Klappe im unteren Bereich auf der Vorderseite der Waschmaschine auf.
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Leg ein flaches Gefäß und ein altes Handtuch vor die Öffnung, da beim Aufdrehen Restwasser ausfließt.
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Drehe den Verschluss vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn auf und lass das Wasser kontrolliert ablaufen.
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Mach das Sieb sauber. Das heißt, zieh es raus und spül es unter fließendem warmen Wasser. So kriegst du alle Ablagerungen und Fremdkörper raus.
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Überprüfen Sie mit den Fingern den Innenraum der Pumpe dahinter. Das kleine Flügelrad muss sich frei drehen lassen.
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Schraub das Flusensieb wieder fest ein und mach die Abdeckung zu.
3. Und dann noch die Gummidichtung an der Tür pflegen
Da sammelt sich nach jedem Waschgang Wasser, Haare und Waschmittelreste in der Falte der Gummimenschette. Wenn du diese Falte nicht trocknest, bildet sich ganz schnell schwarzer Schimmel.
Wischen Sie die Gummidichtung nach jedem Waschen mit einem trockenen Tuch aus. Für die gründliche Reinigung wischen Sie die Falte am besten mit einem Lappen, den Sie vorher in Zitronensäure oder Allzweckreiniger getränkt haben. Achte darauf, keine spitzen Gegenstände zu verwenden, die das Gummi beschädigen könnten.
4. Als Nächstes sollten wir die Trommel und den Innenraum gründlich entkalken
Kalkablagerungen auf den Heizstäben wirken wie eine Isolierschicht. Die Maschine braucht viel mehr Energie, um das Wasser aufzuheizen, und im schlimmsten Fall brennen die Heizstäbe durch.
Hausmittel oder Spezialentkalkungsmittel?
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Wenn du Zitronensäure verwenden willst, dann gib einfach 100 bis 150 Gramm der reinen Pulverform in die leere Trommel. Mach das Hauptwaschprogramm bei mindestens 60 Grad Celsius (ohne Vorwäsche). Zitronensäure löst Kalk schonend und hinterlässt einen frischen Duft.
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(Diese Methode ist eher nicht empfehlenswert:) Wenn du deine Kaffeemaschine entkalken willst, verwende keinen hochkonzentrierten Essig oder Essigessenz. Die Säure darin ist zu aggressiv und greift die empfindlichen Gummidichtungen und Kunststoffschläuche im Inneren der Maschine an.
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Natron oder Waschsoda: Schmeiß 50 Gramm Natron in die Einspülkammer. Natron wirkt antibakteriell und neutralisiert unangenehme Gerüche.
5. Der Hygiene-Waschgang gegen Bakterien und Pilze
Damit du alle Bakterien aus den inneren Schläuchen und dem Bottich rauskriegst, lass die Maschine einmal im Monat leer laufen.
Wähle das Kochwäsche-Programm bei 90 oder 95 Grad Celsius aus. Bei diesen hohen Temperaturen werden Keime, Pilzsporen und Fettrückstände zuverlässig abgetötet. Du kannst als Reinigungsverstärker ein spezielles Waschmaschinen-Hygienereiniger-Pulver oder zwei Spülmaschinentabs direkt in die Trommel legen.
Hier ein paar Tipps für den Alltag, damit du auf der sicheren Seite bist:
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Lass Tür und Schublade offen: Lass die Waschmaschinentür und das Einspülfach nach jedem Waschgang einfach leicht angekippt offen stehen. So kann die Restfeuchtigkeit entweichen und Schimmel wird effektiv verhindert.
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Hier erfährst du, wie du Waschmittel richtig dosierst: Mehr Waschmittel bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Wenn du zu viel Waschmittel benutzt, bildet sich Schaum, der sich in den Leitungen ablagert. Und achte darauf, dass du die richtige Wasserhärte für deinen Wohnort verwendest.
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Flüssigwaschmittel reduzieren: Flüssige Waschmittel enthalten oft Tenside und Konservierungsstoffe, die Biofilm begünstigen. Wechseln Sie auch mal zu kompaktem Vollwaschmittel in Pulverform, da dieses Bleichmittel enthält, das Bakterien bekämpft.
Häufige Fragen (FAQ)
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Wie oft sollte man die Waschmaschine reinigen? Nach jedem Waschen solltest du die Dichtungen einfach mal durchgammeln und die Tür offen lassen. Das Flusensieb, die Waschmittelschublade und ein Entkalkungs- oder Hygienewaschgang bei 90 Grad sind etwa alle zwei bis drei Monate zu empfehlen.
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Was tun, wenn die Wäsche trotz Reinigung nach dem Waschen stinkt? Wenn der Geruch nicht von der Maschine kommt, kann es an einer verstopften Siphon-Leitung im Wandanschluss liegen. Wenn das Abwasser nicht schnell genug abfließt, kann es passieren, dass verteiltes Abwasser zurück in die Maschine drückt. In dem fall hilft es, den Siphons zu reinigen.
Fazit
Wenn du willst, dass deine Wäsche gut riecht und sauber und hygienisch ist, dann achte darauf, dass deine Waschmaschine in Schuss ist. Mit ein bisschen Aufwand, einfachen Handgriffen und bewährten Hausmitteln wie Zitronensäure und Natron kannst du das Gerät dauerhaft frei von Schimmel, Kalk und Bakterien halten. Wenn du die Pflegetipps regelmäßig anwendest, hält deine Waschmaschine deutlich länger und du sparst gleichzeitig Energie und Reparaturkosten.